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ENGEL

FAMILY

THE STORY BEHIND THE  FAMILY

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1824

1923

Traben TRARBACH

Matthias Engel und Frau Johanna, geborene Hüls, hatten sechs Kinder von denen zwei als Kinder starben. Den Erzählungen seiner Kinder nach schien er eigenwillig und ein ziemlicher Einzelgänger gewesen zu sein. Trotz Einladungen und Aufforderungen konnte er nicht dazu bewegt werden, an lokaler Politik teilzunehmen. 

Die Engels waren eine musikalische Familie und spielten Klavier, Laute, und Zither. Alle haben gesungen, und ich habe viele der alten Volksmelodien von meiner Großmutter und den Großtanten gelernt. Ebenfalls haben alle viel gemalt und gezeichnet, geschnitzt, gestickt, geklöppelt, und sie bastelten leidenschaftlich gerne. Sie liebten Tiere und Blumen. Matthias Engel zeichnete gerne, alles war sehr präzise und geometrisch. Viele seiner Werke wurden verkauft, einige wenige sind im Mittelmoselmuseum Traben-Trarbach erhalten. 

  Matthias pflegte er eine herzliche Freundschaft, die mit der Familie Bösebeck des Hotel Clauss-Feist. Diese Freundschaft wurde von den Nachkommen beider Familien bis in die 1950er Jahre fortgeführt und geschätzt. Als Kind durfte ich oft an gemeinsamen Diners der Familien teilnehmen. Und mit Bernhard Wendhut was er befreundet, wohl weil sie viel gemeinsam hatten und zusammenarbeiteten.

Er ging gerne jagen. Aber mit wem, weiß ich nicht. Sein Hund, Tell, war sein täglicher Begleiter. Als Tell alt und krank wurde, musste er ihn erschießen. Meine Großmutter erzählte, dass er bitterlich geweint hat, das einzige Mal dass sie ihn hat weinen sehen. 

Der erste Sohn, Franz, diente als Schiffsarzt im ersten Weltkrieg, und ließ sich anschließend in Düsseldorf nieder. Die älteste Tochter, Johanna, hatte zwei Kinder und eine Enkelin. Engels zweite Tochter, Catharina, wurde Zahnärztin, und richtete ihre Praxis im Elternhaus ein. Die jüngste Tochter, Margarete, blieb zu Hause und führte den Haushalt. Ihr Bitten und Flehen an den Vater, eine Kunstschule besuchen zu dürfen, wurden abgelehnt. So ist das unglaubliche Talent und ihre feine Arbeit leider nur in den Händen der Familie geblieben. 

Matthias Engel lebte nicht mehr als ich geboren wurde. Ich erinnere mich noch gut an meine Urgroßmutter. Sie saß immer in einem großen runden Stuhl mit Armlehnen und Binsengeflochtenem Sitz, und als kleines Kind kletterte ich Liebens gerne auf ihren Schoss.  In den siebziger Jahren wollte ich den Stuhl renovieren lassen, aber leider wurde er im Prozess zerstört.

Ohne die beiden Matthias Engel sähe Traben-Trarbach anders aus. Der Grabstein der Familie stand in 2023 noch auf dem Trabener Friedhof erhalten. Ich hoffe, ein Ehrenplatz wird bald gefunden.

DIE FAMILIE

UND NACHKOMMEN

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